Blutegeltherapie
Blutegel werden eingesetzt in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie sowie bei:
- Rheuma
- Herpes Zoster (Gürtelrose)
- Varikosis
- Tinnitus
- Thrombosen
- Furunkel und Karbunkel
- Nebenhöhlenentzündungen
- Mandelabszeß
- Adnexitis, Parametritis
- Brustdrüsenentzündung
- Gallenblasenentzündung
- Hodenentzündung
- Depressionen
- etc.
Was tun Blutegel mit uns?
Zunächst einmal: der Biss eines Blutegels ist nicht schmerzhaft. Verständlich, denn Egel haben in der freien Natur kein Interesse daran, überhaupt bemerkt zu werden. Ob zur Schmerzlinderung ein Anästhetikum im Speichel enthalten ist, ist umstritten. Die Bisse werden wie "Brennesselstiche", "Mückenstiche", "ein leichtes Ziehen" oder "Einstiche von Injektionsnadeln" oder sogar als völlig schmerzfrei beschrieben. Ein im folgenden Verlauf mögliches, leichtes Jucken - ähnlich wie bei einem Mückenstich - geht auf histaminähnliche Substanzen zurück. Der Biss ist auch durch die Biss"technik" wenig schmerzhaft: 3 sternförmig angeordnete Sägeleisten mit jeweils ca. 80 Kalkzähnchen raspeln sich vorsichtig durch die Haut, um zum Ziel der Wünsche - dem Blut - zu gelangen. Zwischen den Kalkzähnchen sind Öffnungen, durch die die SALIVA, der Blutegelspeichel abgegeben wird.
